Samstag, 16. Juli 2011

6

Eine schwere Freude ist das Warten
bis meine Augen dich wieder sehen,
wenn dann deine Worte in zarten
Melodien meinen zerrissen Geist verbinden

Laß mich leise schweben
ich gleite lautlos dahin
Merke wie sich unsere Leben ineinanderweben
Merkst du wie glücklich ich bin?

5

Sinke und lande
in deines Geistes Schlucht

werde und wandle
dich und du bist verflucht

Erschrickst du, wie ist die Angst
vor deinem Stolz und deiner Kraft,

wenn du nun mehr verlangst
und das Schöne auseinanderklafft.

Du, dein Brennpunkt der Welt,
das Maß aller Dinge

schmach, alles was dir entgegenstellt,
der Verstand scharf wie die Klinge

das Gefühl, wie alles zittert
in heißer Erwartung

Der Wolf,der die Beute wittert,
noch weit weg von der Entartung

So unendlich, so klar,
über deine Erde, dein Blick

Der Fein, so schwach, wie er nie war
und ihn anrufst: Erstick!

Wenn du dann einsam bist
und in der kargen Wüste stehst

das letzte Mal den Boden küsst
wehe, wenn du dann um Hilfe flehst

4

Ich atme die Luft
als wäre es die Liebe
die mich zu dir ruft

3

Am Himmel das Feuer,
ich friere am gefrohrenen Grund.
Das Leben wird mir ungeheuer
und lebe mir die Pfoten wund.

2

Der einsame Wind
steichtelt den Wald, den See, den Wald,
den See, oh wie zart er mich stimmt.
Mit diesem Frieden verbunden, so bald,
haucht es mir das liebste Liebeslied,
welch'es hier erfahren hat.

Vom kleinen Kind, das in zu tiefes Wasser geriet
ängstlich die Füßchen und Händchen strampelte, matt
und mätter und dann verschwand.

Die Mutter nur tauchte um ihr einziges Kind
wieder und wieder, verzweifelt, es nicht fand
das Wasser sich nicht ihr einziges nimmt

Wo die abendroten Wellen wiegen
so lieblich so warm
darunter irgendwo das Kind, die Mutter liegen,
das Kind zärtlich in des Mutters Arm.

1

woliegen die Wunden
um diech zu erfahren
ich berühren muß
was bist heute gefunden
meine Tage waren
ein Traum ein eine Bild ein Kuss